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Wie das Netz die Wirtschaft verändert

Wie aus der Yo-App ein Geschäftsmodell werden soll

Die Smartphone-App Yo ist ein Phänomen: Mit ihr lässt sich das Wort „Yo“ und verschicken und empfangen – und sonst nichts. Der Gründer Or Arbel hat am Montag über seine Pläne für die Ein-Wort-App und ein mögliches Geschäftsmodell seines schnell wachsenden Start-ups namens Life Before Us gesprochen.

In San Francisco, wo der Israeli die App entwickelt, sagte Arbel, dass er sich nun auf das Nutzerwachstum und auf Kontakte zu Unternehmen, Organisationen und anderen Apps konzentrieren will, um die Yo-Mitteilungen über verschiedene Dienste hinweg anbieten zu können.

http://www.justyo.co

„Wir treffen hier [im Silicon Valley] eine Menge Leute, die an Yo interessiert sind – nicht als Programm, das ‚Yos‘ senden und empfangen kann, sondern als eine Art, Benachrichtigungen zu erhalten“, sagte Arbel.

Arbel kann sich einige derartige Szenarien vorstellen: Nutzer könnten zum Beispiel Yo-Benachrichtigungen erhalten, sobald ihre Pizza oder andere Bestellungen eingetroffen sind oder sobald die Wäsche abholbereit ist. Das Unternehmen habe bislang aber noch keine Gespräche mit solchen Dienstleistern geführt, sagte der Gründer. „Unser Ziel ist es, ein Ökosystem rund um Yo aufzubauen.“

Die Yo-App ist bereits Ziel eines erfolgreichen Hacker-Angriffs geworden und hat weltweit für zahlreiche Schlagzeilen in Medien gesorgt – vor allem aufgrund der sarkastischen Natur der App.

Laut Arbel handelt es sich bei Yo allerdings nicht um einen Scherz. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagt er über die Nachrichten-Plattform.

Arbel hat nach eigenen Angaben mehrere Investment-Angebote von großen Silicon-Valley-Firmen erhalten, die er derzeit abwäge. „Die Aufmerksamkeit von Investoren ist verrückt“, sagte er. „Wir haben Interesse von allen Seiten, darunter viele der Top-VCs und Angels in San Francisco und New York“, sagte er. Namentlich nennen wollte Arbel die potenziellen Investoren mit Verweis auf die noch andauernden Gespräche nicht.

Yo verkündete am Montag, dass die Messenger-Plattform inzwischen weltweit eine Million Nutzer habe – 950.000 davon seien alleine in den vergangenen vier Tagen dazugekommen. Zudem kündigte das Unternehmen an, die Programmierschnittstelle (API) für Entwickler zu öffnen, damit diese die Yo-Benachrichtigungen in ihre Apps einbauen können.

Arbel sagte, er habe keinerlei Pläne, Bilder, Videos oder Audionachrichten auf der Benachrichtigungs-Plattform zu integrieren. „Yo wird genauso bleiben wie es jetzt ist. So weiß man, woher Yo kommt und versteht daher den Zusammenhang.“

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Kommentare (2 aus 2)

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    • [...] das viele Kunden ganz offensichtlich nervt. Und noch einen weiteren Plan haben Arbel und Hogeg: Sie wollen die API für Entwickler öffnen, damit sie Yo-Benachrichtigungen in ihre Apps integrieren können. Wie das aussehen soll? Warum [...]

    • [...] das viele Kunden ganz offensichtlich nervt. Und noch einen weiteren Plan haben Arbel und Hogeg: Sie wollen die API für Entwickler öffnen, damit sie Yo-Benachrichtigungen in ihre Apps integrieren können. Wie das aussehen soll? Warum [...]

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