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Wie das Netz die Wirtschaft verändert

Outfittery sammelt 13 Millionen Euro ein

Das Berliner Mode-Start-up Outfittery kann sich über eine neue Finanzspritze freuen. Der Versanddienst von Kleidung und Accessoires für Männer sammelt 13 Millionen Euro vom US-Risikokapitalgeber Highland Capital Partners ein. Mit der zusätzlichen Finanzierung wollen die Stilberater weiter expandieren. Nach Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen im April die Niederlande auf dem Plan.

Outfittery bietet seinen Kunden Stilberatung samt Versand von Kleidung, Schuhen und Zubehör an. Per Telefon oder übers Internet können sich ausschließlich Männer von Style-Experten Tipps geben und Waren zusammenstellen lassen. Diese werden anschließend per Post an die Kunden verschickt.

Aus der Berliner Zentrale des Unternehmens werden mittlerweile 100.000 Kunden bedient – vor einem Jahr waren es noch 20.000. Von 25 Mitarbeitern Anfang 2013 ist man auf mehr als 100 gewachsen, was im Dezember einen Umzug in neue Büroräume nötig machte.

Auf zwei Etagen erstreckt sich das neue Reich der Gründerinnen Julia Bösch und Anna Alex: Vom Fotostudio über die Personalabteilung bis hin zur IT und die Stilberater-Büros. Erst vor kurzem wurde zusätzlich ein Showroom eingeweiht, in dem man zeigen möchte, was Outfittery alles im Angebot hat. Und das sind im Moment über 150 Modemarken. Seit kurzem verschickt das Start-up auch Anzüge.

Das Geschäftsmodell ist schnell erklärt: Männer lassen sich von ausgewiesenen Style-Experten beraten und bekommen dann ausgewählte Outfits zugeschickt, aus denen sie auswählen. Im Schnitt behält der Kunde laut Outfittery Waren im Wert von 200 bis 300 Euro. Den Rest schickt er zurück.

Neben Outfittery gibt es in Deutschland noch weitere Anbieter im Bereich „Curated Shopping“: Modomoto und 8Select richten sich ebenfalls an Männer, Kisura an Frauen.

Die jüngste Investition durch Highland Capital Partners ist nicht die erste bei Outfittery. Nach einer ersten Finanzierungsrunde Mitte 2012, bei der der High-Tech-Gründerfonds (HTGF) und Holtzbrinck Ventures in das Unternehmen investierten, konnten Anfang 2013 in einer zweiten Runde drei weitere Investoren ins Boot geholt werden. Mangrove Capital Partners aus Luxemburg, RI Digital Ventures und die Investitionsbank Berlin schossen einen mittleren siebenstelligen Betrag zu, Holtzbrinck Ventures und HTGF stockten ihre Anteile auf.

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