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Apple untersucht iPhone-Todesfall

In China soll eine 23-jährige Frau durch einen Stromschlag aus ihrem iPhone ums Leben gekommen sein. Das behauptet zumindest ihre Familie. Hersteller Apple hat mitgeteilt, den Fall untersuchen zu wollen.

Die Details in dem Fall sind noch unklar. Allerdings hat die Geschichte bei chinesischen Nutzern von sozialen Netzwerken bereits rasche Verbreitung gefunden. Sie warnen nun davor, iPhones zu benutzen, während sie geladen werden.

Laut einem Bericht der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua behaupten die Angehörigen der jungen Frau, sie sei ums Leben gekommen, als sie versucht habe, einen Anruf zu beantworten, während der Akku ihres iPhones geladen wurde. Ein Beamter des Büros für öffentliche Sicherheit erklärte am Montag, dass eine erste „grundlegende Untersuchung“ ergeben habe, dass die Frau durch einen Stromschlag gestorben sei. Ihr Name: Ma Ailun.

“An ihrem Hals gab es eine offensichtliche elektrische Verletzung”, sagte der Beamte der China Real Time.

Darüber hinaus heißt es jedoch, der Fall werde noch untersucht. Man könne derzeit noch keine Angaben darüber machen, ob es ihr Smartphone, das Ladegerät oder etwas anderes war, das die Frau umbrachte.

Apple äußerte sich in einem Statement zum Fall: „Wir sind bestürzt über den tragischen Zwischenfall, und unser Mitleid gilt der Familie Ma. Wir werden den Fall untersuchen und mit den Behörden zusammenarbeiten.“

Die staatlichen Medien zitierten eine Nutzerin des beliebten chinesischen Twitter-Klons Weibo, die sich als die Schwester des Opfers ausgibt. Demnach habe die Tote ihr Smartphone im Dezember gekauft. Ob es sich dabei um Apples neuestes iPhone oder eine Vorgängerversion handelt, erklärte die Nutzerin nicht. Darum gibt es unterschiedliche Berichte über das genaue Modell. Die Identität der Weibo-Nutzerin konnte von der China Real Time bisher nicht bestätigt werden.

Auch wenn die Fakten noch unklar sind spekulieren viele Internetnutzer über das Ladegerät, dass die junge Frau benutzt haben könnte. Der chinesische Verbraucherverband hatte im Mai vor den Gefahren einer „Flut“ von nicht zertifizierten Ladegeräten gewarnt. In einer Pressemitteilung hieß es, die Produkte könnten Smartphones in eine „Handgranate“ verwandeln und Explosionen, Elektroschocks und Feuer verursachen.

“Redet keinen Quatsch. Das sind nur fünf Volt Spannung. Damit kann man nicht mal eine Kakerlake töten“, schrieb ein Weibo-Nutzer und stellte die Frage: „Was ist eigentlich mit dem Überspannungsschutz in ihrem Haus los?“

Von Paul Mozur

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Kommentare (3 aus 3)

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    • [...] Der chinesische Verbraucherverband hatte im Mai vor den Gefahren einer Flut von nicht zertifizierten Ladegeräten gewarnt. In einer Pressemitteilung hieß es, die Produkte könnten Smartphones in eine „Handgranate“ verwandeln und Explosionen, Elektroschocks und Feuer verursachen, so das Wall Street Journal. [...]

    • [...] Consumer Association warned in May from a dangerous “flood” of uncertified chargers, writes the Wall Street Journal .  China is Apple’s second largest market after the U.S..  The iPhone 5 is the latest [...]

    • Puh, gleich mal die Kindersicherung der USB Ports checken …

      (selbst ein explodierender Akku kann eigentlich nicht tödlich sein)

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