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Nachlese: Die Wahlnacht im Zeitraffer

US-Präsident Barack Obama bekommt eine zweite Amtszeit. Darum musste er aber lange zittern. Lesen Sie in unserem Liveblog noch einmal alles über das heiße Wahl-Duell zwischen Obama und Mitt Romney und darüber, wie Amerika und die Welt den alten, neuen Präsidenten feierte.

  • Mitt Romney oder Barack Obama – am Dienstag entscheiden die amerikanischen Wähler, wer ihr neuer Präsident wird. Angesichts des engen Rennens haben beide Kandidaten im Endspurt Vollgas gegeben – Romney kämpft sogar am Wahltag weiter. Zu unserem Artikel

    (Fotos: AP/dapd, AFP/Getty Images)
  • Die Präsidentschaftswahlen haben mit einem ersten Sieg für Amtsinhaber Barack Obama begonnen. Zwei kleine Ortschaften im Staat New Hampshire eröffneten traditionell die Stimmabgabe: In Hart's Location gewann kurz nach Mitternacht Ortszeit der demokratische Obama mit 23 Stimmen, für seinen Herausforderer Mitt Romney votierten neun Bürger. In Dixville Notch spiegelte sich mit einem Patt von fünf zu fünf Stimmen das bundesweit erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen wider. Als erster Bundesstaat hat Vermont um 11 Uhr deutscher Zeit seine Wahllokale geöffnet.

    (Quelle: dapd)
  • In vielen Bundesstaaten konnten die Wähler bereits vorab ihr Kreuzchen machen – wenn sie bis zur Wahlkabine vordringen konnten: In Florida zum Beispiel waren die Wahllokale heillos überfordert. Die Kandidaten derweil haben ihre Stimme bereits hergegeben. Mehr im Wahltagebuch unserer Korrespondentin

    (Foto: dapd)
  • Mit Virginia hat jetzt auch der erste der wahlentscheidenden Swing States die Lokale geöffnet. Wir stellen die neun Bundesstaaten vor, die wohl das Zünglein an der Waage sein werden, und zeigen, wer dort in den Umfragen die Nase vorn hat. Zur Bilderstrecke

    Foto: AP/dapd
  • Auch auf Twitter gibt es heute natürlich nur ein Thema. Diese von den Kollegen von Sueddeutsche.de zusammengestellte Liste zeigt Tweets von ausgewählte Accounts, die zur US-Wahl twittern: https://twitter.com/sueddeutschede/us-wahl

  • In den möglicherweise wahlentscheidenden US-Staaten Ohio und Florida sind die Wahllokale nun ebenfalls geöffnet. Beide Staaten waren im Vorfeld der Präsidentschaftswahl weder den Demokraten noch den Republikanern mit Sicherheit zuzuordnen. In Ohio lag aber zuletzt Obama in Umfragen vorn. 

    Mit einem Sieg dort und in Florida wäre seine Wiederwahl wahrscheinlich. Für Romney ist ein Sieg in Ohio äußerst wichtig: noch kein Republikaner ist Präsident geworden, der diesen Staat nicht gewann. Obama und Romney hatten sich im Wahlkampf mit zahlreichen Auftritten auf die sogenannten Swing States konzentriert, zu denen auch Ohio und Florida zählen.

  • Die Schamanenwelt scheint sich einig zu sein: Ein kenianischer Medizinmann hat den Sieg von Barack Obama vorausgesagt. John Dimo aus Kogelo, dem Heimatdorf von Obamas Vorvätern, las das Ergebnis aus Muscheln, Knochen und anderen Gegenständen, die er wie Würfel mehrmals fallen ließ. "Obama liegt klar vorn und wird definitiv gewinnen", sagte Dimo, der nach eigenen Angaben 105 Jahre alt ist, aus den Gegenständen.

    Auch peruanische Schamanen haben laut einem Bericht der Agentur AFP mit Hilfe von Blüten, Koka-Blättern und bewusstseinserweiternden Tränken eine Wiederwahl von Obama prophezeit. Obama stehe in der Gunst der Apus, den Göttern der indianischen Mythologie, ganz hoch im Kurs, so die Peruaner.

  • Die Wahl läuft in immer mehr Teilen der USA - auch an mehr oder weniger kuriosen Orten. Hier freut sich Leslie Fabian aus Chicago, dass ihre Stimmabgabe im Waschsalon geklappt hat.

    Foto: AP
  • Auch auf der Handelsplattform Intrade liegt Barack Obama vorn: 71,5 Prozent aller Zocker setzen derzeit auf den Amtsinhaber. Allein heute hat Obama noch einmal 3,3 Punkte gutgemacht.

     

  • Was waren die wichtigsten Themen im US-Wahlkampf? Wie sehen die neuesten Umfragen aus? Welche Staaten werden das Rennen entscheiden? Was würde ein Sieg von Mitt Romney für die Wirtschaft bedeuten? Unsere komplette Berichterstattung zur US-Präsidentschaftswahl finden Sie auf unserer Spezialseite zum Nachlesen.

  • Auch unsere Kollegen von WSJ.com haben alle Prognosen zur Wahl interaktiv aufgearbeitet. Auf ihrer US-Karte gibt es Umfragedaten und viele Hintergrundinfos zu allen Kandidaten und allen 50 Staaten. Die aktuellsten Meldungen werden dort auch als Stream gebündelt.

  • In jedem Wahlkampf gibt es Themen, die von den Kandidaten gemieden werden, weil sie bei den Wählern damit nicht punkten können. Das ist in den USA nicht anders. Was Obama und Romney verschweigen. Zum Artikel

  • Wie läuft das eigentlich genau mit dem Electoral College? Wieso hat Kalifornien 55 Wahlmänner, Texas aber nur 38? Und warum wird das Endergebnis erst am 6. Januar verkündet? Wir beantworten alle Fragen, die noch offen sind. Zum Artikel

  • Vorbei sind die Zeiten, in denen die Wähler hinter einem Vorhang per Hand ihr Kreuz auf dem Stimmzettel machten. Nach der umstrittenen Wahl im Jahr 2000, bei der die Stimmen in Florida nachgezählt werden mussten, wurde der technische Ablauf vielerorts modernisiert. In den meisten Wahlbüros kommen inzwischen optische Scanner zum Einsatz. Moderne Technik hin oder her - es kann so einiges Unvorhergesehenes passieren. Zum Artikel

  • Charlotte--Der lang erwartete Wahltag bricht an. Die Parkplätze um die Wahllokale in Charlotte (North Carolina) füllen sich, während die um die öffentlichen Schulen herum leer bleiben. Wie auch in vielen anderen Bezirken fällt hier am Wahltag der Unterricht aus.

    Doch auch dort wo gearbeitet wird, denken viele nur an die Wahl. In einem Baumarkt am südlichen Rand von Charlotte räumt ein Mann die Regale ein. Jedes Mal, wenn ein Kunde vorbeikommt, fragt er: „Haben Sie schon gewählt?“ Wenn jemand nein sagt, will er genau wissen, warum.

    Bei vielen Menschen hat sich zwar die Wahlkampfmüdigkeit eingestellt – es gab einfach über zu lange Zeit zu viele Umfragen, TV-Duelle und Werbespots im Fernsehen. Doch von Wahlmüdigkeit ist nichts zu spüren.

  • Die Folgen von Megasturm "Sandy" bereiten Hunderttausenden an der Ostküste Probleme bei der Stimmabgabe. In New York und New Jersey mussten viele Wahllokale verlegt werden, weil sie überflutet waren oder zerstört wurden. Abhilfe sollen speziell eingesetzte Shuttle-Busse schaffen, die die Menschen zum nächstgelegenen Wahllokal transportierten. Das kann auch ein Zelt sein - wie hier auf Staten Island. Die Stromversorgung ist noch nicht wieder hergestellt, nur ein Generator spendet den Wählern ein wenig Licht. 

     

     

  • Haben sich die Amerikaner die ganze Zeit die falschen Umfragen angeschaut, um einen Hinweis darauf zu erhalten, wer die heutige Wahl gewinnt? Auf die Frage, für wen sie stimmen werden, antworten seit Wochen etwa gleich viele Wähler jeweils mit „Obama“ oder „Romney“. Für die heutige Wahl wäre demnach noch alles offen.

    Ein weit deutlicheres Ergebnis liefert hingegen die Frage danach, wen man für den wahrscheinlichen Sieger der Wahl hält - unabhängig von den eigenen Vorlieben, wie eine aktuelle Studie belegt.

    Diese Frage scheint auch zuverlässiger den Ausgang der Wahl vorauszudeuten. Zwei Forscher – David Rothschild vom Microsoft Research and Applied Science Center und Justin Wolfers von der University of Michigan – haben herausgefunden, dass in den vergangenen 60 Jahren die Frage nach dem wahrscheinlichen Wahlgewinner immer die genaueren Ergebnisse geliefert hat.

    Für die heutige Wahl würde das bedeuten, dass Obama gute Chancen hat. Verschiedene Umfragen zeigen, dass die Amerikaner in den vergangenen Wochen durchgängig damit gerechnet haben, dass der Präsident im Amt bleiben wird. Die Umfrageorganisation Gallup zum Beispiel fand heraus, dass die Wähler im Mai, im August und im Oktober jeweils zu etwa 55 Prozent damit rechneten, dass Obama die Wahl gewinnen werde, während nur etwa 35 Prozent einen Sieg für Romney erwarteten.

  • Chrysler gibt allen Angestellten frei – „um heute wählen zu können“, twittert der Vice President für den Bereich Design, Ralph Gilles. Präsident Obama hat im Wahlkampf immer wieder darauf hingewiesen, dass er während der Finanzkrise die Autoindustrie staatlich unterstützt hat und damit einer Branche geholfen hat, die den Amerikanern so wichtig ist wie Hamburger und Football. „Mich fasziniert die Leidenschaft, die diese Wahl hervorgebracht hat. Egal für wen Sie stimmen, gehen Sie wählen!“ twitterte Gilles später.

    Chrysler hat seinen Hauptsitz im Bundesstaat Michigan, wo Obama in den Umfragen derzeit vorne liegt. Doch auch im entscheidenden Swing State Ohio ist die Automobilbranche eine der wichtigsten Arbeitgeber.

  • Einsetzende Wehen haben eine werdende Mutter in Chicago nicht daran gehindert, zum ersten Mal bei einer US-Präsidentschaftswahl ihre Stimme abzugeben. Ein Verwaltungsbeamter im Bezirk Cook erklärte, die Fruchtblase der 21-Jährigen sei bereits gerissen, ihre Wehen seien im Abstand von fünf Minuten aufgetreten. Dennoch habe sie auf dem Weg zum Krankenhaus einen Umweg zum Wahllokal gemacht. Ob das Baby bereits geboren wurde, konnte der Beamte nicht sagen.

  • Obama oder Romney? Egal wer gewinnt, der nächste amerikanische Präsident wird Versprechen aus dem Wahlkampf brechen müssen - wenn er das Schuldenproblem des Landes lösen will. Zum Artikel

  • Nicht repräsentativ, aber lecker: Eine Bäckerei im US-Staat Minnesota hat Obama- und Romney-Kekse angeboten, um den Gewinner der Präsidentschaftswahl vorherzusagen. Chefin Amy Johnson sagte, sie habe schon in den vergangenen zwei Wahlen die Keks-Umfrage gemacht und jedes Mal den späteren Sieger korrekt vorhergesagt. Der politische Wettstreit kurbelte aber auch den Keks-Verkauf an.

    Muriel Sharpe hatte im Internet von der Aktion gelesen. Weil Obama zurücklag, fuhrt sie am Dienstagmorgen zur Bäckerei und kaufte zwei Dutzend Obama-Kekse. Sie verteilte die Plätzchen an andere Kunden. Dann kaufte sie acht weitere. Trotz ihrer Bemühungen lag Mitt Romney mit 830 zu 731 vor Barack Obama.

  • Wer sich die Wahlnacht um die Ohren schlagen will, sollte auf fünf wichtige Dinge achten. Wir verraten, welche das sind. Zum Artikel

  • Während Mitt Romney heute auf den letzten Drücker noch zwei Wahlkampfauftritte in Ohio und Pennsylvania eingeplant hat, nimmt Barack Obama es etwas lockerer. Wichtigster Programmpunkt neben einigen Telefoninterviews: Basketball spielen.

    Basketball ist für Obama eine Tradition an wichtigen Wahltagen und mittlerweile auch mit etwas Aberglauben verbunden. Einmal ließ Obama das Basketballspiel an einem wichtigen Wahltag ausfallen, 2008 am Tag der Vorwahlen in New Hampshire. An diesem Tag erzielte Hillary Clinton, die vor vier Jahren gegen ihn um die Präsidentschaftskandidatur kämpfte, einen Überraschungssieg.

  • So viel Zeit muss sein: Mitt Romney und sein Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan holen sich in Cleveland, Ohio, bei der Fastfood-Kette Wendy's einen Hamburger.

  • In Florida haben beide Kandidaten bestimmte Wählergruppen, auf die sie sich verlassen können. Die Latino-Bevölkerung macht einen großen Anteil der Bewohner des Bundestaates aus – eine Wählergruppe, die traditionell demokratisch stimmt. Auf der anderen Seite stehen die vielen älteren Menschen, die ihre Rente in Florida verbringen und mehrheitlich für die Republikaner stimmen. Welcher Kandidat hier die Oberhand hat, hängt auch stark davon ab, welche Wählergruppe sich eifriger zu den Wahllokalen aufmacht.

    Bei den letzten zehn Präsidentschaftswahlen konnten die Demokraten in Florida dreimal einen Sieg davontragen, zuletzt gelang es Barack Obama 2008. Dieses Mal dürfte es jedoch knapper werden. Die Republikaner haben in Tampa (Florida) ihren Parteitag veranstaltet, wo Mitt Romney offiziell zum Kandidaten ernannt wurde. Das – so hoffen die Republikaner – sorge für mehr Begeisterung bei den Wählern des Staates.

    In den Umfragen führt Romney in Florida knapp das Feld an. Real Clear Politics errechnete den Durchschnitt verschiedener Umfragen und gab Romney einen Vorsprung von 1,5 Prozentpunkten. Die Wahllokale in Florida schließen um 20 Uhr Ortszeit (2 Uhr deutscher Zeit).

  • Nach Berechnungen des Center for Responsive Politics dürfte das Werben um Stimmen bei den Präsidenten- und Kongresswahlen so kostspielig gewesen sein wie nie zuvor: Mit 5,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) verschlang der Wahlkampf sieben Prozent mehr als noch vor vier Jahren.

    Neben dem Präsidenten werden auch die 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses, 33 der hundert Senatoren sowie elf Gouverneure gewählt. Es wird erwartet, dass die Demokraten ihre knappe Mehrheit im Senat verteidigen und dass das Repräsentantenhaus wieder von den Republikanern dominiert wird.

     

  • Wer die lange Wahlnacht verfolgen will, sollte sich den Ablauf ansehen. Vielleicht ist zwischendurch ja doch mal Zeit für ein Nickerchen.

  • Nachdem Florida schon negative Schlagzeilen damit gemacht hat, dass die Wartezeit an den Wahllokalen während der Frühwahlen am Wochenende stellenweise sechs Stunden und länger betrug, geht es heute weiter mit den Pannennachrichten. 12.525 Wähler in Pinellas County in Florida erhielten heute Morgen einen automatisierten Anruf, laut dem sie bis „morgen 19 Uhr“ Zeit haben, um ihre Stimme abzugeben, berichtet die Tampa Bay Times. Tatsächlich endet die Wahl 24 Stunden früher, nämlich am Dienstagabend.

    Nancy Whitlock, eine Sprecherin des Wahlbüros, erklärte, dass die automatisierten Erinnerungsanrufe eigentlich für gestern eingeplant waren - doch seien einige aus unbekannten Gründen bis heute Morgen in der Warteschleife hängen geblieben.

     

  • North Carolina liegt am nördlichen Rand der typisch konservativen Südstaaten. Doch nicht nur geographisch liegt North Carolina an einer Grenze. Vor vier Jahren haben sich die Bewohner des Bundesstaates zum ersten Mal seit 1976 wieder ganz knapp mehrheitlich für die Demokraten entschieden. Von 4,13 Millionen abgegeben Stimmen fielen den Demokraten gut 14.000 oder 0,3 Prozent mehr Stimmen zu als den Republikanern.

    Die Bevölkerung des Staates wächst seit einigen Jahren rasant, vor allem in städtischen Gebieten, was eher den Demokraten nutzt. Außerdem wählten die Demokraten als Veranstaltungsort für ihren Parteitag im September die hiesige Stadt Charlotte aus. Davon erhofft sich die Partei zusätzliche Begeisterung der Wähler.

    Doch sie haben es hier immer noch schwer, und die Umfragen in diesem Jahr sagten in den vergangenen Wochen eher einen Sieg für die Republikaner voraus. Die Umfrageorganisation Public Policy Polling stellte einen Tag vor der Wahl einen Gleichstand fest. Die Wahllokale schließen hier um 19.30 Uhr Ortszeit (1.30 Uhr deutscher Zeit).

  • "Wer immer die Wahl gewinnt - 
    es ist wichtig, dass sich die Amerikaner danach
    hinter ihren neuen Präsidenten stellen"
    ,

     Der frühere republikanische Außenminister Henry Kissinger (89)
    vor Schließung der Wahllokale in einem Interview mit der ARD.

  • Twitter-Nutzer scheinen geheime Informationsquellen zu haben: Scharenweise erscheinen dort Nachrichten wie „Everyone knows Obama already won“ (Nutzer @Dlowtt22) und „Don’t worry guys, Romney already won“ (Nutzer @tylerstewie). Einigen können sie sich in ihren Voraussagen nicht. Vielleicht sollten sie besser auf die ersten Wahlergebnisse warten. Die gibt es in etwa einer Stunde.

    Einige Staaten haben schon angefangen, ihre Stimmen auszuzählen und erste Ergebnisse bekanntzugeben, so wie Indiana, Kentucky und New Hampshire. Repräsentativ sind diese Ergebnisse jedoch noch nicht. Ein klares Bild über den Ausgang der gesamten Wahl ist frühestens um 3 Uhr morgens deutscher Zeit zu erwarten, wenn aus den beiden Swing-State-Schwergewichten Ohio und Florida erste Ergebnisse eingetrudelt sind.

  • In Puerto Rico ist nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur Efe ein 63-jähriger Wähler beim Schlangestehen gestorben. Wie die Polizei der Agentur mitteilte, brach der Mann in der Nähe eines Wahllokals im Süden der Insel aus noch ungeklärter Ursache tot zusammen.

    Puerto Rico ist ein Außengebiet der USA. Rund 2,4 Millionen Menschen sind dort wahlberechtigt und stimmen am Dienstag für ihren Gouverneur und Abgeordneten im US-Kongress sowie für ihre lokalen Volksvertreter.

    Die Bürger dürfen auch darüber abstimmen, ob sie künftig im Staatenverbund der USA verbleiben wollen.

  • In Florida, Virginia und New Hampshire haben die Wahllokale gerade geschlossen!

  • Die ersten Stimmen sind ausgezählt: Präsident Barack Obama siegt nach Angaben von CNN und AP in Vermont. Herausforderer Mitt Romney gewinnt in Kentucky.

  • Um 19.30 Uhr Ortszeit (1.30 Uhr deutsche Zeit) schließen die Wahllokale im heiß umkämpften Bundesstaat Ohio. Sollten hier die Demokraten siegen, wird es für Mitt Romney eng. Unter den Swing States ist Ohio nach der Anzahl der Wahlmänner, die letztendlich über den Präsidenten abstimmen, neben Florida der zweitwichtigste Staat. Der Partei, die in Ohio die Mehrheit der Wählerstimmen erhält, werden alle 18 Wahlmänner des Bundesstaates zugewiesen.

    Beide Parteien haben Millionen in dem nördlichen Bundesstaat ausgegeben – für Fernsehwerbespots, Plakate und Auftritte der Kandidaten. In den neun Swing States, darunter Ohio, sind geschätzte eine Million Werbespots gelaufen, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Romney ist sogar am heutigen Wahltag noch zu einem letzten Auftritt in Ohio unterwegs gewesen.

    Trotz der stark konservativen ländlichen Gebiete konnte Obama vor vier Jahren einen Sieg in Ohio erzielen. Seitdem hat er bei den Wählern dort weiter punkten können. Die staatliche Rettung der Autobranche, speziell von Chrysler und General Motors, ist bei Wählern in Ohio beliebt, da viele von ihnen in der Branche arbeiten. Außerdem hat sich die Konjunktur des Bundesstaates verbessert.

  • In dieser Minute schließen die Wahllokale im heiß umkämpften Ohio, in West Virginia und im Swing State North Carolina.!

  • Erste Ergebnisse: Mitt Romney gewinnt in West Virginia und Kentucky. Barack Obama siegt in Vermont.

  • Den Nachrichtensendern CNN, NBC und ABC zufolge hat Mitt Romney auch in South Carolina gewonnen. Nachrichtenagentur AP hat noch keine offiziellen Prognosen für diesen Staat veröffentlicht. Ihren Angaben zufolge liegt Romney insgesamt bisher vorn mit 13 der nötigen 270 Wahlmännerstimmen im Vergleich zu Obama mit 3.

    In wenigen Minuten schließen die Wahllokale in 19 weiteren US-Staaten. Wegen der langen Schlangen vor den Wahllokalen haben die Behörden in Virginia entschieden, die Verkündung der Ergebnisse um eine Stunde zu verschieben, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

  • Die Nachrichtenagentur AP berichtet, dass Mitt Romney auch in Indiana gewonnen hat.

  • US-Präsident Barack Obama hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AP im Heimatstaat von Rivale Mitt Romney, Massachusetts, die meisten Stimmen geholt. Außerdem siegte Obama in Illinois, Connecticut, Maine, im District of Columbia, in Delaware, Rhode Island und Maryland.

    Romney gewann in Oklahoma.

  • Präsident Barack Obama hat einem Fernsehsender im Swing State Colorado heute gesagt, dass er zwei Reden vorbereitet hat – eine für den Fall, dass er die Wiederwahl gewinnt, und eine falls er verliert. „Man hat immer zwei Reden, denn man kann nichts als selbstverständlich voraussetzen“, sagt er. So demütig ist Mitt Romney nicht. „Ich habe im Moment nur eine Rede“, sagt er. Eine Siegesrede, und die sei 1118 Wörter lang.

  • In den beiden wohl entscheidenden Swing States Florida und Ohio ist die Lage noch völlig unklar. In Florida liegt Mitt Romney nach Auszählung von rund 23 Prozent der Stimmen mit 51 Prozent vorne, Obama kommt hier auf 48,2 Prozent. In Ohio sind bisher weniger als ein Prozent der Stimmen ausgezählt. Dass Obama hier derzeit mit 57,1 Prozent klar vorne liegt, hat insofern keinerlei Ausagekraft.

  • Romney gewinnt im Bundesstaat Tennessee, berichtet AP. Alle Ergebnisse nach Staaten finden Sie in dieser interaktiven Übersichtskarte.

  • Mitt Romney siegt auch in Georgia, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

  • Vor vier Jahren hat Barack Obama Colorado souverän für sich entscheiden können, doch dieses Jahr wird es, wie auch in vielen anderen Swing States, etwas enger. Bei den letzten zehn Präsidentschaftswahlen konnten die Demokraten nur zweimal in Colorado gewinnen.

    Unterstützung kann sich Obama vor allem von den Latinos und den weiblichen Wählern erhoffen. Ein Problem, das dem Präsidenten hier jedoch zu schaffen machen könnte: Laut dem staatlichen Bureau of Labor Statistics ist die Arbeitslosigkeit seit Obamas Amtsantritt vor vier Jahren von 7,2 auf acht Prozent gestiegen, anders als zum Beispiel in Ohio, wo die Arbeitslosigkeit während Obamas Amtszeit um 2,1 Prozentpunkte gefallen ist.

    In Colorado schließen die Wahllokale um 3 Uhr deutscher Zeit. Die Organisation Public Policy Polling schätzte Obamas Vorsprung am Tag vor der Wahl bei sechs Prozentpunkten, nach den aktuellsten Umfragen von CNN lag Obama zwei Prozentpunkte vorne.

  • In den USA gilt die Regel: Wer in der Schlange vor dem Wahllokal steht, darf noch wählen - auch wenn offiziell Schluss wäre. Gewerkschaften haben am Dienstagabend kurz vor Ende der Wahlzeit noch letzte Appelle verschickt: "Wenn Sie in einer Schlange stehen, wo die Wahllokale schließen - BLEIBEN SIE", schrieb die Gewerkschaft AFL-CIO in einer Email-Nachricht.

    Sie schreibt, die Wahlbeteiligung in den USA sei in diesem Jahr hoch, das Rennen sei "sehr knapp" und "Ihre Stimme kann etwas bewirken".

  • Mitt Romney siegt in Alabama, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

  • Mitt Romney siegt in Alabama, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

  • In wenigen Minuten schließen in 14 weiteren US-Staaten die Wahllokale, darunter auch New York, Texas und Colorado. Im Swing State Colorado haben Obama und Romney besonders hart um Stimmen gekämpft.

    Aus dem Staat Virginia gibt es immer noch keine aktuellen Ergebnisse. Die Urnen sollten zwar schon vor knapp zwei Stunden schließen, wurden aber wegen der langen Schlangen noch länger offen gelassen.

  • Obama 64 Wahlmännerstimmen, Romney 67. Das ist der aktuelle Zwischenstand. Die Überraschungen sind bisher ausgeblieben, vor allem, weil kaum einer der so genannten Swing States bisher ausgezählt ist. Neun Bundesstaaten gelten als entscheidend. Hier eine kurze Übersicht, wie es dort aussieht:

    Virginia (13 Wahlmännerstimmen): Es riecht nach einem Sieg für Romney. Nach Auszählung von 39 Prozent der Stimmen kommt der Republikaner auf 54,4 Prozent, Obama liegt bei 44,2 Prozent.

    Florida (29): Aktuell liegt Obama wieder vorne – allerdings nur hauchdünn. Die Hälfte der Stimmen ist jetzt ausgezählt und der Präsident kommt auf 49,9 Prozent, sein Herausforderer auf 49,3 Prozent der Stimmen. Ausgezählt sind 44,2 Prozent der Stimmen.

    North Carolina (15): Mindestens genau so heiß geht es in North Carolina zu. Derzeit hat Romney die Nase mit 49,8 Prozent einen Mini-Vorsprung von 0,4 Prozentpunkten. Gut zwei Drittel der Stimmen müssen aber noch gezählt werden.

    Ohio (18): Obama liegt mit 57 Prozent überraschend deutlich vor Romney (41,8 Prozent). Allerdings sind gerade einmal drei Prozent der Stimmzettel ausgewertet.

    New Hampshire (4): Es ist nur ein kleiner Staat, der aber das Zünglein an der Waage sein könnte. Die schlägt im Moment in Richtung des Präsidenten aus. 61,4 Prozent der bisher gezählten Stimmen galten ihm. Bei gerade einmal  9 Prozent ausgezählten Stimmen ist das aber noch eine wackelige Tendenz.

    In Wisconsin (10), Nevada (6), Iowa (6) und Colorado (9) haben die Wahllokale noch nicht geschlossen.

  • Barack Obama gewinnt AP zufolge in New York. Nach dem verheerenden Wirbelsturm Sandy hatte sich der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg offen hinter Obama gestellt.

    Wie die Nachrichtenagentur AP soeben berichtet, siegt Obama auch im Staat Michigan.

  • Weitere Staaten melden Ergebnisse: Laut AP siegt Barack Obama in New Jersey, Mitt Romney gewinnt in Arkansas.

  • Zwischenstand der US-Wahl. Noch immer stehen die Ergebnisse wichtiger strategischer Staaten aus. In den bereits ausgezählten Bezirken aber führt Mitt Romney mit 153 der Wahlmännerstimmen im Vergleich zu Barack Obama mit 109.

    Um die Wahl zu gewinnen, braucht ein Kandidat 270 der ingesamt 538 Wahlmännerstimmen.

  • Auf diesem Podium in Chicago wird US-Präsident Barack Obama in der Wahlnacht auftreten.

  • Vor der Bühne in Boston, auf der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney in der Wahlnacht auftreten wird, wird noch gestaubsaugt.

  • In Florida wird das Rennen wie erwartet unfassbar knapp. Aktuellen Berechnungen zufolge liegt Mitt Romney nur 636 Stimmen vor Barack Obama. 76,6 Prozent der Wahlzettel sind dort ausgewertet.

    Hier geht's zur interaktiven Ergebnisübersicht.

  • Barack Obama siegt im Bundesstaat Pennsylvania, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

  • Zeitgleich zur Präsidentschaftswahl stimmen die US-Wähler auch über alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus ab, zudem stehen 33 der 100 Mitglieder des Senats zur Wahl.

    Erste Auszählungen zeigen, dass im Repräsentantenhaus weder die eine noch die andere Partei einen Durchbruch erzielen dürfte. Die erste Prognose: Die Republikaner dürften auch für die nächsten zwei Jahre in Überzahl bleiben. Momentan halten die Republikaner eine Mehrheit von 242 zu 193 Sitzen, erste Prognosen sehen die Republikaner unter anderem in Texas, Oklahoma, Kansas, Nebraska, Kentucky, South Dakota und North Dakota deutlich vorn. In Maine, Vermont, Maryland und Massachusetts können die Demokraten die Mehrheit der Distrikte erobern.

    Bei den Senatswahlen liegen nach aktuellem Stand dagegen die Demokraten obenauf: In West Virginia konnte Joe Manchin laut AP seinen Posten verteidigen, in Florida liegt nach der Auszählung von 70,2 Prozent der Stimmen Bill Nelson zum dritten Mal vorne, ebenso der demokratische Senator von Rhode Island, Sheldon Whitehouse, und Tom Carper in Delaware. Außerdem gehen nach ersten Ergebnissen laut AP auch Maryland, Michigan, Pennsylvania, Massachusetts, Indiana, Connecticut und Ohio an die Demokraten.

    IIn Vermont wurde der unabhängige Senator Bernie Sanders wiedergewählt. Er stimmt meist gegen die Republikaner.

    In Virginia liegt bislang der Republikaner George Allen vorn, ebenso Ted Cruz in Texas und Roger Wicker in Mississippi. in North Dakota gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Republikaner Scott Brown und der Demokratin Elizabeth Warren.

    Außerdem entscheiden die Wähler in elf Staaten über einen neuen Gouverneur. Derzeit halten die Republikaner 29 Gouverneursposten, die Demokraten 20.

  • US-Präsident Barack Obama und sein republikanischer Rivale Mitt Romney liefern sich ersten Ergebnissen zufolge im heiß umkämpften Bundesstaat Florida ein aufsehenerregendes Kopf-an-Kopf-Rennen. In Virginia, einem anderen entscheidenden Staat, liegt momentan Romney vorn. In Ohio, dem wohl kritischsten Staat für beide Seiten, führt zurzeit Obama.

    In einem Großteil des Landes haben die Wahllokale geschlossen. Immer noch aber wird in einigen Westküstenstaaten gewählt. Lange Schlangen bildeten sich vor den Urnen. Mancherorts mussten die Menschen mehr als zwei Stunden warten, um ein Kreuzchen zu machen. Viele Wähler erklärten in frühen Nachwahlbefragungen, der Zustand der Wirtschaft sei "nicht so gut" oder "schlecht". Eine leichte Mehrheit der Befragten sagte, das Land sei "ernsthaft vom rechten Weg abgekommen".

    Außerdem machten die frühen Nachwahlbefragungen deutlich, wie gespalten die Wählerschaft in einigen der zentralen Staaten ist. In Ohio etwa teilen sich die Wähler fast zu gleichen Teilen in jene auf, die glauben, die Demokraten beziehungsweise die Republikaner hätten das bessere Händchen für Wirtschaftspolitik. Eine Mehrheit der Befragten in Ohio glaubt aber, dass vor allem Ex-Präsident George W. Bush für die aktuellen wirtschaftlichen Probleme der USA verantwortlich sei.

    In Florida erklärten mehr Wähler, dass Romney der bessere Wirtschaftslenker sei. In Virginia sehen mehr als die Hälfte der Wähler die Obama-Regierung in einem positiven Licht, glauben aber trotzdem, dass Romney die Wirtschaft besser führen würde.

     

  • Obama siegt in New Hampshire, Romney gewinnt in Utah, meldet die Nachrichtenagentur AP. Damit steht es derzeit 153 Wahlmännerstimmen für Romney im Vergleich zu 123 für Obama.

  • Der Republikaner Richard Mourdock hat das Rennen um einen Senatssitz in Indiana wohl verloren, meldet die Nachrichtenagentur Associated Press – wohl auch deshalb, weil er mit strittigen Kommentaren zum Abtreibungsrecht im Fall einer Vergewaltigung negative Schlagzeilen gemacht hatte. Selbst wenn ein Leben mit einer Vergewaltigung beginne, hatte Mourdock gesagt, sei das etwas, das Gott wolle.

    Die Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney hatten sich schnell von Mourdocks Aussagen distanziert. Gouverneur Romney sei nicht der gleichen Ansicht wie Mourdock, gab eine Sprecherin bekannt. Kurz zuvor hatte Romney seinem Parteikollegen in einem Fernsehspot noch seine Unterstützung zugesagt.

    Den Senatssitz hat AP zufolge der Demokrat Joe Donnelly gewonnen. Der konnte sich nach Mourdocks Kommentaren zu Vergewaltigungen einen deutlichen Vorsprung erarbeiten, belegen die Umfragen.

  • Nicht nur im Bundesgebiet der USA gehen am Dienstag die Menschen zur Wahl. Weltweit geben Amerikaner ihre Stimme ab. Einer davon ist Mike Weldon, der als Soldat der US-Armee in Südkorea stationiert ist. Er wählte per Brief, und sein Arbeitgeber stellte sicher, dass auch ja kein Soldat die Briefwahl vergisst. „Seit zwei Monaten finden wöchentlich Präsentationen und Treffen statt, bei denen die Wahlbeteiligung gesteigert werden soll“, sagte Weldon.

    Die Wahlnacht selbst, die Millionen von Menschen gebannt verfolgen, findet der Soldat wenig begeisternd. Es gebe nicht viele Fernseher im Büro, auf denen man die Geschehnisse verfolgen kann, erzählt Weldon. Und wenn über die Wahl debattiert werde, dann nur in kleinen Gruppen. Die Soldaten auf der Basis in Südkorea sind von der Flut an Wahlkampfwerbung weitgehend verschont geblieben, und womöglich ist das auch der Grund für die Wahlnachts-Ruhe an ihrem Stützpunkt.

    Die meisten seiner Kollegen seien unzufrieden mit Obamas Politik und tendierten eher zu Mitt Romney, sagt Weldon. Kein Wunder: Romney will für das Militär in den kommenden Jahren deutlich mehr ausgeben als Obama. Mindestens vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts will Romney jährlich dem Militär zuweisen. Der Nachrichtensender CNN hat daraus errechnet, dass in den kommenden zehn Jahren Mehrkosten von zwei Billionen Dollar gegenüber dem derzeitigen Militärbudget entstehen würden.  

  • Mitt Romney gewinnt in Arizona, meldet AP

  • In den Schlüsselstaaten Florida und Ohio dürfte sich das Rennen um die Präsidentschaft entscheiden. Während alles gebannt auf Florida schaut – aktuell liegt Obama hier mit 16.000 Stimmen vorne – schmilzt der Vorsprung des Präsidenten in Ohio: Dort sind jetzt knapp 64 Prozent der Stimmen ausgezählt und Obama kommt jetzt nur noch auf 50,3 Prozent Zustimmung, Romney liegt bei 48 Prozent.

  • Warten auf den Wahlausgang: Rodney Paseka (l) und Gary Fox schauen sich die ersten Ergebnisse auf einer Wahlparty in Las Vegas an.

    Dem aktuellen Stand zufolge führt der Republikaner Mitt Romney in den bisher ausgezählten Bezirken mit 50 Prozent der Stimmen gegenüber Präsident Barack Obama mit 48 Prozent. In wenigen Minuten schließen die letzten entscheidenden Wahllokale an der Westküste.

  • Im ganzen Land gab es bei der Stimmabgabe technische Pannen, lange Verzögerungen und Streitereien zwischen den Wählern.

    An der Ostküste standen Wähler wegen der Verwüstungen, die Supersturm Sandy hinterlassen hat, stundenlang Schlange. Von Florida bis Michigan und New York sowie New Jersey bescherten Komplikationen und stundenlanges Schlangestehen. In Virginia musste die Verkündung der Ergebnisse wegen der langen Schlangen verschoben werden.

    In New York versuchte man zwar, die Wahl für die von Sandy vertriebenen Einwohner zu erleichtern, indem Shuttlebusse und alternative Wahllokale in anderen Teilen des Staates angeboten wurden. Dennoch gab es lange Warteschlangen und Verwirrung in den Wahllokalen der Stadt. Einige Wahlmaschinen wurden zu spät ausgeliefert, ein Wahllokal hatte zu wenig Treibstoff für den Generator. Bürgermeister Bloomberg nannte den Wahlablauf einen „Albtraum“.

    Die Nerven liegen offenbar blank: Zwischen Wählern in Columbus, Ohio, flackerte Streit auf – Vertreter des Bezirks verweigerten den Wahlbeobachtern von True the Vote, der ultrakonservativen Tea-Party-Gruppe verbunden, den Zutritt zu den Wahlbüros. Begründung: Die Anträge seien nicht korrekt ausgefüllt gewesen. Die Mitglieder der Gruppe schäumten, die Vorsitzende Catherine Engelbrecht nennt dies „einen letzten, verzweifelten Versuch, Bürger von ihrem Recht, die Wahl zu beobachten, abzuhalten.“ In Philadelphia zogen die Republikaner sogar vor Gericht und setzten in einem Eilentscheid durch, dass ihre Wahlbeobachter Zutritt in Wahlbüros erhalten.

  • US-Präsident Barack Obama erklärt sich in einer Twitter-Nachricht zum Sieger der Präsidentschaftswahl 2012. "Four more years" - Vier weitere Jahre - schreibt er. Die Nachrichtenagentur AP hat bestätigt, dass der Präsident im hart umkämpften Schlüsselstaat Ohio die Mehrheit der Stimmen holte.

    In einem zweiten Tweet dankt der Präsident seinen Anhängern und schreibt: "We're all in this together."

  • Die US-Wähler stimmten nicht nur über den Präsidenten und einige Kandidaten für den Senat und das Repräsentantenhaus ab, sondern in einigen Staaten auch über wichtige Gesetze. Gerade bei einem Thema, das bei den sozial konservativen Republikanern wenig beliebt ist, hat sich viel getan: In Maine, Maryland, Minnesota und Washington sollten die Wähler entscheiden, ob Homosexuellen das Eherecht eingeräumt werden sollte. In den ersten drei dieser Staaten sieht es nach vorläufigen Ergebnissen so aus, als hätten die Wähler diesem Recht zugestimmt. Aus Washington gibt es noch kein Ergebnis. Im Bundesstaat Wisconsin ist Tammy Baldwin außerdem zur ersten offen homosexuellen Senatorin gewählt worden.

  • Mitt Romney steht nach vielen Monaten des sündhaft teuren und anstrengenden Wahlkampfs als Verlierer da, und am Ende ging das Rennen nicht einmal so knapp aus, wie viele erwartet hatten. Im Boston Convention Center, wo Romney die Wahlnacht verbringt, wird er bald seine Verliereransprache vor einem halbleeren Raum halten müssen.  Unter den wenigen Zuschauern macht sich betretenes Schweigen breit.

    Ein Reporter des öffentlichen Rundfunks NPR berichtet, dass Romney sich auch nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses noch „15 Minuten bis eine Stunde“ Zeit nehmen wolle, bis er vor einem Publikum erscheinen werde. Womöglich deshalb, weil er nach eigener Aussage nur eine Siegesrede vorbereitet hatte.

  • Die Twitter-Nachricht von Präsident Barack Obama, die kurz und bündig mit den Worten „four more years“ seinen Wahlsieg verkündete, wurde innerhalb von wenigen Minuten zum häufigsten weiterverschickten Tweet des Jahres. Auch auf Facebook hat sein Foto bereits mehr als 1,3 Millionen "Likes" erzielt.

    Der Unternehmer Donald Trump, der sich mit seinen Twitter-Kommentaren zur Wahl schon den Ruf erarbeitet hat, nie ein Blatt vor den Mund zu nehmen, hält den Ausgang der Wahl für eine Schande für die Demokratie. „Wir sollten kämpfen und diese riesige, ekelhafte Ungerechtigkeit aufhalten! Die Welt lacht uns aus“, twitterte er wenige Minuten, nachdem Obama zum Sieger der Wahl erklärt wurde.

    Ein Wähler teilte bei Facebook ein ganz anderes Fazit aus der Entscheidung mit: „Können wir jetzt wieder über etwas anderes reden?”

    Foto: Barack Obama
  • Der unterlegene US-Präsidentschaftskandidat hat dem Wahlgewinner Barack Obama per Telefon seine Glückwünsche übermittelt.  “Dies ist eine Zeit der großen Herausforderungen für Amerika, und ich bete dafür, dass der Präsident unsere Nation erfolgreich führen wird,“ sagte Romney anschließend vor seinen Anhängern.

  • Trotz Niederlage: Der Vizepräsidentschaftskandidat der Republikaner, Paul Ryan, wird im Januar noch einen Job haben. Der Republikaner aus Wisconsin hat seinen Wahlkreis mit 62 Prozent der Stimmen wiedergewonnen, berichtet AP.

  • Bei aller Feierlaune, die die Demokraten jetzt verspüren, bleibt jedoch das Wissen, dass Obama nur mit der Unterstützung von gut einem Viertel der Bevölkerung wieder ins Weiße Haus eingezogen ist. Denn bei einer typischen Beteiligung von gut 50 Prozent der Wahlberechtigten und einer Zustimmung von etwa 50 Prozent derer, die gewählt haben, ist Obamas Sieg alles andere als ein Erdrutschsieg. „Das ist jämmerlich. Nicht nur für die Wahl, sondern auch für das Land insgesamt“, sagt John Brinson, ein Wähler aus North Carolina. Er sei zwar froh über Obamas Sieg, jedoch enttäuscht, dass das Ergebnis von so wenigen Bürgern ausdrücklich unterstützt wird.

  • In wenigen Minuten hält Barack Obama seine Siegesansprache. Unsere Kollegen von WSJ.com haben einen Livestream eingerichtet.

  • Mit Sprechchören von "Four more years" wurde Barack Obama von seinen Anhängern begrüßt. Der wiedergewählte US-Präsident warb in seiner Rede für Versöhnung plädiert. „Amerika ist nicht so gespalten, wie unsere Politik glauben macht“, rief der US-Präsident seinen Anhängern in Chicago zu. Er dankte seinem Herausforderer Mitt Romney für eine engagierten Kampagne und kündigte an, mit ihm darüber zu sprechen, in welchen Bereichen sie zusammenarbeiten könnten.

    Obama räumte ein, dass die Wirtschaftskrise noch nicht überstanden sei und weiter für Jobs gekämpft werden müsse. Er beschwor den amerikanischen Traum, dass es jeder in den USA zu etwas bringen könne: „Egal ob schwarz oder weiß, asiatisch oder lateinamerikanisch, arm oder reich, alt oder jung, ihr könnt es hier schaffen, wenn ihr nach Amerika kommt.“

    Die USA sollen nach den Worten des Präsidenten weiter die größte Militärmacht bleiben und international aus starker Position handeln. Amerika solle selbstsicher, großzügig und tolerant auftreten.

    Obama dankte den zahllosen Wahlhelfern, seinem Kampagnenteam, Vize-Präsident Joe Biden und seiner Familie. Unter dem Jubel der Anhänger sagte er, seine Frau nie mehr geliebt zu haben, als in diesem Moment. Der Präsident gab auch dezente Hinweise darauf, dass er in der Umweltpolitik und bei seinem Einsatz für die Gleichberechtigung von Homosexuellen weiterarbeiten will.

    Obama beschwörte in seiner Rede immer wieder die Einigkeit der Amerikaner. "Ich werde entschlossener und inspirierter ins Weiße Haus zurückkehren", kündigt er dann an. Er habe mehr Hoffnung für die Zukunft gehabt als heute. "Lasst uns die Welt daran erinnern,w arum wir in der großartigsten Nation auf Erden leben", schließt Obama. "Thank you, America. God bless you. God bless these United States."

    Den kompletten Redetext finden sie hier.

  • Auch wenn die Kongresswahl angesichts des Sieges von Obama in den Hintergrund rückt: Die Auszählungen der Stimmen für die Senatswahlen und das Repräsentantenhaus gehen ebenfalls weiter. Im Senat behalten die Demokraten die Kontrolle. Nachdem sie in drei Staaten gewonnen haben, die zuvor in republikanischer Hand waren und fünf weitere Sitze verteidigen konnten, auf die sich die Republikaner Hoffnung gemacht hatten, dürften sie ihre Vormacht im Senat behalten. Das legen die Prognosen von AP und einigen Fernsehsendern nahe. 33 der 100 Sitze im Senat werden zeitgleich zur Präsidentschaftswahl neu verteilt. Unter anderem für einen demokratischen Senator entschieden wurde die Wahl in Massachusetts, Ohio, Maine, Wisconsin, Connecticut. Offen ist das Rennen noch unter anderem in Nevada.

    Die fortgeschrittene Auszählung der Sitze im Repräsentantenhaus deutet an, dass die Republikaner hier weiterhin die Oberhand behalten werden. Das macht die Hoffnung der Demokraten zunichte, dass sie sich ihre vor zwei Jahren verlorene Mehrheit zurückerobern können. Hier werden alle 435 Sitze neu gewählt.

    Es zeichnet sich also ab, dass alles so bleiben wird, wie es war. Damit dürfte es die Regierung weiterhin schwer haben, Reformen und Gesetze durch den Kongress zu bringen.

  • Unmittelbar nach seinem Erfolg bei der Präsidentschaftswahl in den USA haben deutsche Spitzenpolitiker Barack Obama gratuliert. Er freue sich für den wieder gewählten US-Präsidenten, sagte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Aus europäischer Sicht sei Obama der richtige Präsident für die USA.  Steinmeier forderte, die neue Amtszeit Obamas müsse frischen Wind in die transatlantischen Beziehungen bringen: „Wir müssen mehr investieren in diese Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg. Die Erwartung an uns wird eher steigen“, sagte der frühere Außenminister.

    Außenminister Guido Westerwelle hat von den USA nach der Wahl mehr Einsatz für Wirtschaftswachstum gefordert. „Wir wollen gemeinsam mehr für den Freihandel tun. Das liegt im europäischen und im amerikanischen Interesse und schafft Wachstum“, sagte der Westerwelle im ARD-Morgenmagazin. Auch die USA wüssten, dass eine schuldenfinanzierte Politik an ihr Ende gekommen sei. Außenpolitisch setzt Westerwelle auf die gute Zusammenarbeit mit dem alten und neuen US-Präsidenten: „Wir haben außenpolitisch mit der Administration von Präsident Barack Obama sehr gut zusammengearbeitet, wir hatten auch noch vieles gemeinsam vor.“

    Linke-Chef Bernd Riexinger kommentierte den Erfolg Obamas im Kurznachrichtendienst Twitter: „Ich gratuliere Barack Obama. Ich hoffe, er kümmert sich um Jobs und Infrastruktur in Amerika und führt weniger Kriege in aller Welt.“

    Der frühere Koordinator der deutsch-amerikanischen Beziehungen, der SPD-Politiker Karsten Voigt, begrüßte im Kölner Stadt-Anzeiger die Wiederwahl Obamas. „Der Wahlsieg Obamas freut mich“, sagte er und fügte hinzu: „Man muss einfach sehen, dass die republikanische Partei in den letzten Jahren nach rechts gerückt ist. Die Amerikaner sind ideologischer geworden. Obama betrachtet hingegen die Welt so ähnlich wie wir Europäer das tun.“

    Von der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten erhofft sich Voigt „einerseits Kontinuität, andererseits sollte man die zweite Amtsperiode als Chance für eine Modernisierung der transatlantischen Beziehungen nutzen. Europa sei nach wie vor als Problemlöser gefragt. Voigt: „Wir sind der wichtigste Partner der USA. Als Partner werden wir sicher in den kommenden Jahren noch mehr gefordert werden. Ich bin mir sicher, dass Obama auf Europa zugehen wird”.

    Mit Material von dapd
  • Bundespräsident Joachim Gauck hat US-Präsident Barack Obama zu seinem Wahlsieg beglückwünscht. „Zu Ihrer Wiederwahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, sehr herzlich“, schrieb Gauck am Mittwoch an Obama.

     Gauck hob hervor, beide Länder seien auf der Grundlage gemeinsamer Werte, der Freiheit, der Menschenrechte und der Demokratie, fest miteinander verbunden. Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen trügen beide Länder auch gemeinsam Verantwortung in der Welt über die Landesgrenzen hinaus. „Wir sind gefordert, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt anzunehmen. Dazu wird Deutschland an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika auch weiterhin verlässlich seinen Beitrag leisten“, versicherte Gauck.

    dapd
  • Die Beteiligung an der US-Präsidentschaftswahl ist offenbar deutlich geringer ausgefallen als 2008. Wegen der Begeisterung vieler Wähler für Barack Obama war die Wahlbeteiligung damals ungewöhnlich hoch. 2012 könnten allerdings sogar noch weniger Menschen zur Wahl gegangen sein als 2004, sagte der Direktor des Zentrums für Wahlstudien an der American University, Curtis Gans.

    Ersten Erhebungen zufolge ging in Vermont die Wahlbeteiligung gegenüber 2008 um 14 Prozent zurück, in Mississippi und South Carolina etwa in der gleichen Größenordnung. In Maryland sank die Beteiligung um rund zehn Prozent. Genaue Zahlen werden allerdings erst in einigen Wochen vorliegen, da zahlreiche Wähler ihre Stimme per Brief- und E-Mail oder bereits vor dem eigentlichen Termin in speziellen Wahllokalen abgegeben hatten. Diese Wahlzettel werden erst später ausgezählt.

    dapd
  • Am frühen Mittwochmorgen, Punkt 05.19 Uhr, gab es im großen Saal des English Theaters in Frankfurt am Main kein Halten mehr: Auf der Wahlparty des amerikanischen Generalkonsulats sprangen vor allem die „Democrats abroad“ von den Sitzen auf, reckten die Hände zum Jubel in die Höhe, fielen sich in die Arme und küssen ihre Nachbarn. Im Fernsehsender CNN war soeben der Sieg Barack Obamas bei der Wahl des US-Präsidenten als sicher vorhergesagt worden. Und den hatten nicht nur die anwesenden Mitglieder der Auslandsorganisation der Demokratischen Partei der USA erhofft.

     Unüberhörbar war die Wiederwahl Obamas der Wunsch einer klaren Mehrheit der zeitweise um die 1.000 Besucher der nächtlichen Wahlparty – gleich ob Deutsche oder Amerikaner. Lange Gesichter gab es nur beim Bundesvorsitzenden der „Republicans abroad“ in Deutschland, also der deutschen Vereinigung der Anhänger des unterlegenen Kandidaten Mitt Romney, und seinen in Frankfurt eher spärlich vertretenen Gesinnungsgenossen. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sagt der seit 2008 als Chemiekaufmann in Pohlheim bei Gießen ansässige US-Bürger Thomas Leiser. Doch der 65-jährige Republikaner bleibt gleichwohl gelassen. „Jetzt werde ich erst einmal eine Versammlung einberufen um zu beraten, wie es weitergeht“, sagt er.

     Seine bundesweit nach eigenen Angaben höchstens 1.000 Mitstreiter müssten vor allem neue Mitglieder gewinnen. Denn „von den Demokraten gibt es in Deutschland viel mehr“, beklagt Leiser. Das kann Karsten Hirsch, Vorsitzender der „Democrats abroad“ im Rhein-Main-Gebiet, nur bestätigen. Allein dort habe seine Vereinigung rund 800 Mitstreiter, die sich jeden Monat treffen. Bundesweit seien es mehrere Tausend. Und Hirsch, der natürlich über Obamas Sieg mitjubelte, weiß auch schon, wie es weitergeht: „Am Freitag treffen wir uns zur Victory-Party“, sagt der 70 Jahre alte Kaufmann im Ruhestand stolz. Dass Obama bei seinen Landsleuten so viel Anklang findet, erklärt er damit, „dass sie wie in Deutschland auch in ihrer Heimat soziale Gerechtigkeit wollen“.

    dapd
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Barack Obama zur Wiederwahl als US-Präsident "sehr herzlich" und drückte ihre Freude auf eine weiter gute Zusammenarbeit aus. "Ich freue mich darauf, dies fortsetzen zu können, damit unsere beiden Länder auch weiterhin Seite an Seite die wichtigen außenpolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam meistern können", erklärte die Kanzlerin.

    Hier lesen sie den vollständigen Brief.

  • Die Anleihen reagieren positiv auf den Wahlsieg Obamas. „Mit Obama als Präsidenten kann die Fed weiterhin auf eine stillschweigende Zustimmung der Regierung zu ihrer aktuellen Geldpolitik zählen“, meinen die Analysten der Commerzbank. Die Rendite der deutschen zehnjährigen Papiere fällt um einen Basispunkt auf 1,43 Prozent.

    Am Terminmarkt zieht der wegweisende Bund-Future auf 142,10 Prozent an. Hier sehen die Analysten der Commerzbank eine Chance zum Dagegenhalten: Denn der Bund-Future profitiert als so genannter sicherer Hafen in Krisenzeiten von der Unsicherheit, ob das griechische Parlament heute Abend dem Sparpaket zustimmt. Die Commerzbank setzt auf ein Ja - und empfiehlt taktische Positionen auf einen Rückschlag, wenn der Bund-Future auf 140,50 Prozent steigt.

  • Die erste Amtzeit ist um, die zweite beginnt. US-Präsident Barack Obama hat in vier Jahren im Weißen Haus Amerika und die Welt bewegt. Wir haben eine Auswahl denkwürdiger Momente zusammengestellt. Zur Bilderstrecke

    Foto: AFP/Getty Images
  • Die Wirtschaft hat den Wahlkampf dominiert - und wird auch Barack Obamas zweite Präsidentschaft prägen. In Europa tobt die Finanzkrise, in Amerika droht die große Fiskalklippe, Firmen meiden Investitionen. Washington muss den Reformstau auflösen - und zwar schnell. Zum Artikel

  • Überwiegend mit Erleichterung haben die Spitzenpolitiker weltweit auf die Wiederwahl von Barack Obama reagiert. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew gratulierte per Twitter, viele andere Staats- und Regierungschefs sandten ihre Glückwünsche auf klassischem Weg, darunter auch Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel.

    Vor allem China erhofft sich unter Obama mehr Entgegenkommen, als dies wohl bei Mitt Romney der Fall gewesen wäre. "China würde gerne mit den USA im Hinblick auf die Zukunft zusammenarbeiten und die chinesisch-amerikanische Partnerschaft ausbauen" erklärte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums. Der designierte Staatschef, Vizepräsident Xi Jinping, gratulierte seinem Amtskollegen, dem US-Vize Joe Biden.

    Najib Razahk, Ministerpräsident des muslimisch geprägten Malaysia, erklärte, er hoffe, Obama werde weiter das Verständnis und den Respekt zwischen den USA und den Muslimen weltweit fördern.

    Der französische Präsident François Hollande hat die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama als „wichtigen Augenblick für die USA, aber auch für die Welt» begrüßt. Die Wahl sei eine Entscheidung für ein „offenes, solidarisches und international stark engagiertes Amerika“. Während der zweiten Amtszeit Obamas werde es gelingen, gemeinsam das Wachstum anzukurbeln, gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen und Antworten auf die Krise insbesondere im Nahen Osten zu finden, ergänzte Hollande.

    Etwas trockener gab sich der israelische Ministerpräsident  Benjamin Netanjahu, dessen Verhältnis zu Obama wegen Washingtons Iran- und Nahost-Politik als eher getrübt gilt: „Ich werde weiter mit Präsident Obama daran arbeiten, die strategischen Interessen der israelischen Bürger zu schützen.“ Die Palästinenser äußerten die Hoffnung, Obama werde ihre Forderung nach einer Anerkennung als unabhängiger Staat durch die UN-Vollversammlung unterstützen.

    In Syrien hielten auch die Gegner von Präsident Baschar al Assad nicht mit ihren Erwartungen hinterm Berg. „Wir hoffen, Obamas Sieg gibt ihm mehr Spielraum für die richtigen Entscheidungen, um Freiheit und Würde in Syrien wie auch im Rest der Welt zu unterstützen“, sagte George Sabra vom Syrischen Nationalrat.

    „Unabhängig von den beteiligten Personen ist es immer einfacher, eine engere Arbeitsbeziehung mit einem US-Präsidenten aufzubauen, wenn er in seiner zweiten Amtszeit ist“, sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Rande einer Konferenz in Singapur. „In einer ersten Amtszeit konzentriert sich der Präsident meist auf innenpolitische Angelegenheiten:“

    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz forderte einen Neustart für das transatlantische Verhältnis. „Wir haben von Zeit zu Zeit eine Müdigkeit in den Beziehungen gespürt“, sagte er in einer kurzen Videoansprache, in der er Obama gratulierte. Obama, sein Team, Senat und Abgeordnetenhaus in Washington müssten „in der Zukunft enger kooperieren als in den letzten zwei, drei Jahren“. Gleichwohl sei die Wiederwahl eine „Ermutigung für uns alle“. Als wichtigste Punkte für mehr gemeinsamen Einsatz nannte Schulz den Kampf gegen weltweite Spekulationen, gegen den Klimawandel und für Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung in der Welt.

  • Freude bei den Demokraten, Tränen bei den Republikanern: Die Amerikaner haben gewählt - und dafür nahmen sie teils stundenlanges Schlangestehen in Kauf. In einigen vom Supersturm Sandy verwüsteten Gegenden gibt es immer noch keinen Strom. Teilweise wurde sogar in Zelten gewählt. Wir zeigen noch mehr Fotos aus der Wahlnacht und dem Tag danach.

  • Barack Obama hat in der Nacht zum Mittwoch nicht nur eine weitere Amtszeit errungen, sondern auch für Rekorde auf sozialen Netzwerken gesorgt. Seinen Wahlsieg feierte er mit einem Foto, das den US-Präsidenten in inniger Umarmung mit seiner Frau Michelle zeigt, dazu der einfache Kommentar: „Vier weitere Jahre.“

    Auf Obamas offizieller Facebook-Seite heimste das Foto mehr als 2,7 Millionen „Gefällt mir“-Klicks ein. Ein absoluter Rekord: Das sei das Foto mit den meisten Daumen-hoch-Zeichen aller Zeiten, teilte Facebook mit. Auch auf Twitter war das Bild ein Hit. Mehr als eine halbe Million Menschen teilten es mit ihren eigenen Kontakten, ein persönlicher Rekord für Obama, der seit seinem ersten Wahlkampf 2008 auf Twitter vertreten ist. Fast 200.000 Menschen vergaben ein Sternchen für eine besonders gute Nachricht.

    Auf den Profilen von Herausforderer Mitt Romney herrschte dagegen erst einmal Schweigen. Einige Stunden später erschien ein Foto des gescheiterten Kandidaten auf seiner Facebook-Seite. „Vielen Dank“, lautete die Nachricht an Romneys Unterstützer. Dafür vergaben immerhin gut 160.000 Menschen ein „Gefällt mir“.

    dapd
  • Die Finanzmärkte reagieren verhalten positiv auf die Wiederwahl von US-Präsident Obama. Aktienkurse, Euro und Anleihen legen durchweg moderat zu. Marktteilnehmer zeigen sich erleichtert, dass es zwar das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen gab, das Ergebnis aber dann doch schnell klar war. Zum Artikel

  • Was bedeutet die Wiederwahl Barack Obams für Deutschland und für die Außenpolitik der USA?

    Reaktionen aus der Regierungskoalition und der Opposition:

    "Für Deutschland wird das unbequem", sagt Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. "Der Druck auf Frau Merkel, sich bei der Lösung der Eurokrise zu bewegen, mehr für Wachstum zu tun, anstatt Europa im Süden kaputtzusparen, dieser Druck wird größer werden."

    Philipp Missfelder, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sieht die USA in der Pflicht: "Die Amerikaner müssen eine aktive Rolle spielen, sei es beim Konflikt mit dem Iran, sei es jetzt in der aktuellen Auseinandersetzung mit Syrien oder bei Problemen im Libanon. Insofern hat Barack Obama alle Hände voll zu tun."

  • "Das Beste kommt noch", verhieß Präsident Barack Obama zwei Stunden nach der Siegesnachricht den Amerikanern. Bei seinen Töchtern war er vorsichtiger mit Versprechungen. In seiner Siegesrede vor jubelnden und zu Tränen gerührten Anhängern im Kongresszentrum von Chicago ließ er Malia und Sasha wissen, wie stolz er auf seine Mädels ist. Das bedeute aber nicht, schränkte er ein, dass sie jetzt noch einen Hund bekämen. "Ein Hund ist wohl genug", sagte Obama.

    Nach seinem ersten Wahlsieg hatte er den Kindern einen Hund als Haustier versprochen. Bald danach zog Bo ins Weiße Haus ein, ein schwarz-weißer Portugiesischer Wasserhund.

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Kommentare (3 aus 3)

Alle Kommentare »
    • Obama ist der erste President seit Abraham der etwas für das ganze Folg bewegen will und nicht nur für die Reichen.

    • nein zu NWO !
      nein zu Terror !
      nein zu Kapitalismus !
      nein zu Geheimgesellschaften !
      nein zu ungerechtigkeit !
      nein zu ausbeutung der menschen !

      FREIHEIT ! FREIHEIT ! Wach auf. Medien = Gehirnwäsche, verblödung, beeinflussung

    • Obama sollte seine angestoßenen Reformen zu ende bringen können,das wünschen sich seine Anhänger und der Mittelstand . Mit Steuersenkungen schlittert der Dollar in eine nicht mehr zu kontrollierende Richtung. Die Arnen werden noch ärmer, die Schere zwischen reich und arm vergrößert sich.

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